Einführung in den angewandten Bodenschutz
Boden ist eine zentrale, zugleich jedoch häufig unterschätzte Ressource in technischen Projekten. Eingriffe in den Boden erfolgen regelmäßig im Rahmen von Infrastrukturmaßnahmen, Leitungsbau, Altlastenuntersuchungen oder Erschließungen – mit erheblichen fachlichen und rechtlichen Anforderungen. Der sachgerechte Umgang mit Boden setzt daher sowohl bodenkundliches Grundlagenwissen als auch die sichere Anwendung rechtlicher und methodischer Vorgaben voraus.
Das Seminar vermittelt die wesentlichen bodenkundlichen und rechtlichen Grundlagen des Bodenschutzes und führt praxisnah in die Bodenansprache nach der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA6) ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Erkennen und Beschreiben technogener Substrate. Im Rahmen einer praktischen Übung werden reale Materialien „in die Hand genommen“ und systematisch angesprochen.
Kursinhalte
Bodenkundliche Grundlagen
In diesem Abschnitt werden die naturwissenschaftlichen Grundlagen des Bodenschutzes vermittelt. Der Boden wird als Schutzgut mit seinen natürlichen und nutzungsbezogenen Funktionen eingeordnet. Behandelt werden Bodenbildungsprozesse, der Aufbau von Bodenprofilen mit ihren Horizonten sowie seine grundlegenden Eigenschaften. Ziel ist ein fachlich belastbares Verständnis für den Umgang mit Böden im Kontext technischer Vorhaben zu vermitteln.
Rechtliche Grundlagen
Dieser Teil ordnet den Bodenschutz in das bestehende Umweltrecht ein. Dargestellt werden die Systematik des Bodenschutzrechts sowie die wesentlichen Anforderungen aus dem Bundes-Bodenschutzgesetz. Zudem werden Schnittstellen und die Abgrenzung zu anderen Rechtsbereichen, wie etwa dem Wasser- und Abfallrecht dargestellt, hierbei wird auch ein Exkurs zur Ersatzbaustoffverordnung gegeben.
Bodenansprache nach der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA6)
Die methodische Beschreibung von Böden nach der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA6) wird systematisch eingeführt. Erläutert werden Aufbau und Systematik der Kartieranleitung sowie die fachgerechte Ansprache von Bodenarten, Horizonten und bodenmorphologischen Merkmalen. Ziel ist eine strukturierte und nachvollziehbare Vorgehensweise bei der Bodenbeschreibung im Gelände und im Projektzusammenhang.
Beschreiben und Erkennen technogener Substrate
Im praxisorientierten Teil steht die Ansprache technogener Substrate im Mittelpunkt. Anhand realer Materialien werden anthropogen überprägte Böden und Auffüllungen beschrieben und von natürlichen Böden abgegrenzt. Vermittelt werden typische Merkmale technischer Einwirkungen sowie Anforderungen an eine sachgerechte Dokumentation, sowie eine Ersteinschätzung des Gefährdungspotenzials solcher Böden.
Zielgruppe
Das Webinar richtet sich an Mitarbeitende aus Planung, Projektumsetzung und der Altlastenbearbeitung, die bodenschutzfachliche Belange im Rahmen technischer Vorhaben berücksichtigen müssen. Angesprochen sind sowohl Behördenvertreter, als auch Mitarbeitende aus Ingenieur-, Gutachter- und Planungsbüros, deren Aufgabenschwerpunkte das Bodenschutzrecht einschließt.
Referenten
Herr Dr. Bernd Steinweg
Amtsleitung - Amt für Umweltschutz
Dipl.-Geograph, seit 2000 Gutachter- und Behördentätigkeit mit Schwerpunkt Bodenschutz / Altlasten. Seit 2022 Leitung Amt für Umweltschutz im Kreis Viersen.
Kosten
Teilnahmegebühr:
€ 895, - zzgl. MwSt.
€ 1.065,05 inkl. MwSt.
Nach Abschluss des Seminars erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung.
Hamburg 18.11.2026
Hamburg
Leonardo Hotel Hamburg Altona
Beerenweg 1A
22761 Hamburg
18.11.2026
Tag 1: 09:00 - 18:00 Uhr
Die nächsten Termine
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Tag 1: 09:00 - 18:00 Uhr
Plätze vorhanden
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